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A Response to the Emerging Church

Good article, found on Justin Alfred’s website.

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Der ewige Neuanfang

Das Reich Gottes besteht nicht aus Regeln, sondern Friede, Freude und Gerechtigkeit. Nicht bloß aus Worten, sondern aus lebensverändernder Kraft. Jesus nennt es ‚ewiges Leben‘, und meint damit nicht die Länge, sondern die göttliche Qualität. Es ist ein Stück Himmel auf Erden. Jesus ist gekommen um durch seinen Tod den Himmel in diese Welt hineinzupflanzen. Unscheinbar wie ein Senf- oder ein Weizenkorn hat alles begonnen – aber daraus ist ein Riesen-Baum gewachsen. Groß genug, dass sich alle möglichen Vögel in seinen Zweigen einnisten konnten…

In einem nächtlichen Gespräch mit einem jüdischen Theologen, der durchaus die göttliche Bestätigung auf dem Leben von Jesus anerkannte, kommt im Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 3 dieser interessante Satz vor: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen (sehen = Hebraismus: erleben). Du musst nochmal geboren werden. Aber was genau meint Jesus mit dieser Metapher? Eine neue Geburt ist ein totaler Neuanfang. Der neugeborene Mensch ist fleischgewordene Abhängigkeit – aber auch instinktives Vertrauen.

Aus den weiteren Erklärungen wird deutlich, dass diese Neugeburt etwas ist, was Gott der Heilige Geist hier auf der Erde tut. Es ist göttlichen Ursprungs. Was möchte Jesus mit dieser rätselhaften Aussage bewirken? Ich glaube, er will Nikodemus dahin bringen, seine Abhängigkeit vom Lebensspender zu realisieren. Zu sagen: ‚Du musst nochmal geboren werden‘ ist ja nichts, was man dann einfach praktisch umsetzen könnte. Eine zweite Geburt kann man genauso wenig beeinflussen wie man sich das geboren Werden als Mensch nicht aussuchen konnte.

Ähnlich die zweite Metapher: Der Wind weht wo er will, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt oder wohin er geht. Du kannst ihn nur hören, aber nicht steuern. Der Baum kann seine Äste und Zweige nicht bewegen, wann er es gerade möchte. Wenn der Wind nicht weht, bewegt sich nichts.

In der evangelikalen Tradition legen wir diesen Text eigentlich immer dahingehend aus, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt: die Wiedergeborenen, die an einem Punkt von Gott lebendiggemacht, bewegt wurden, und seitdem das Reich Gottes erleben können, und die Nicht-Wiedergeborenen, die diese Erfahrung noch suchen müssen.

Ich würde diese Sichtweise gerne etwas erweitern. Für mich sind die Worte von Jesus hier auch eine Anleitung für das tägliche, geistliche Leben. Es geht nicht nur um die Qualifikation für ein einmaliges Betreten des himmlischen Reiches, sondern soll uns eine allgemeine, geistliche Wahrheit lehren. Wie kann ich täglich das Reich Gottes erleben? Die Antwort aus dem Text: ich kann es nicht selbst steuern oder beeinflussen. Ich muss anerkennen, dass göttliches, ewiges Leben mir von außerhalb gespendet werden muss. Ich bin brauche den Wind (= Geist, Atem) Gottes, der mich bewegt. Ich muss alle Erfahrungen, alles Wissen und alle Sünden jeden Tag wieder neu hinter mir zurücklassen. Jeder Tag ist für mich Tag Null. Der ewige Neuanfang.

Kann ich denn gar nichts machen? Doch: diesen Worten glauben. In den anschließenden Versen 14-15 heißt es dann: „Mose richtete in der Wüste den Pfahl mit der bronzenen Schlange auf. Genauso muss auch der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die sich im Glauben ihm zuwenden, durch ihn ewiges Leben bekommen.“ (GNB)

Damit knüpft er an eine Geschichte aus dem Alten Testament an (4. Mose 21), die jeder Mal für sich selbst lesen sollte. Jesus sagt Nikodemus: ich werde an einem Kreuz ‚erhöht‘ werden. Wer dann zu mir aufblickt, und glaubt, wird das ewige Leben schmecken. Der Wind weht zwar wann und wo er will. Aber Jesus zeigt uns doch, von wo er weht: vom Kreuz. Dahin muss ich schauen, glauben und warten. Täglich. Das ist das einzige Gegenmittel für die verschiedenen Gifte, die ich täglich (gewollt oder ungewollt) in mich aufnehme. Leben kommt von ihm.

„Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.“

Steven Milverton kann uns nicht stoppen… ;°)

Vor einigen Wochen gab es einen unsachlichen Beitrag über die Ablehnung unseres Antrags auf Trägerschaft bei der freien Jugendhilfe auf dem Blog von ‚Steven Milverton‘. Um sich über uns lustig zu machen, zog er sich ein Blog-Bild von unserem letzten Jugendeinsatz in Istanbul. Wir baten ihn, dieses Bild runterzunehmen. Der Grund war ganz einfach, dass wir nicht wollen, dass unsere Jugendlichen so zum Spott für Christenhasser werden.

Ich versuchte, einen konstruktiven Dialog mit Steven Milverton zu führen. Leider funktionierte das nicht so richtig. Ich wurde ignoriert, beschimpft und polemisiert. Zugegebenerweise war ich schon ziemlich verärgert, aber ich bin trotzdem drangeblieben. Bis zu dem Punkt, wo die erste positive Diskussion, die sich entwickelte, geblockt wurde. Ihr könnt euch selber ein Bild davon machen, indem ihr euch die Beiträge ‚Lieber Hans!‘ und ‚Evangelikale Methodologie‘ lest. Der Fragesteller (Oliver_HH) in dem ‚Lieber Hans!‘-Beitrag und ich wurden aufgefordert, diese Diskussion nicht-öffentlich (per eMail) weiterzuführen. Da halte ich aber nichts von. Deswegen veröffentliche ich jetzt hier nochmal die Fragen von Oliver aus Hamburg und meine Antwort dazu. Die hatte ich schonmal geschrieben, wurde aber als Comment bei Steven nicht freigegeben. Auch auf Anfrage von Oliver bekam er keine Antwort. Kurz gesagt: alles Gründe, weiter öffentlich darüber zu sprechen!

Hier kommen die Fragen von Oliver:

„Mir geht’s ähnlich wie Steven – ich find’s nicht ganz irrelevant, wer angefangen hat. Und warum sich die Evangelikalen so gern mit Homosexualität beschäftigen, verstehe ich auch nicht. Selbst wenn man die Bibel beim Wort nimmt, wie Sie sagen: Es geht ja nur an ganz wenigen Stellen um Homosexualität. Jesus sagt zu Homosexualität überhaupt nichts (genauso wie zu family values, die man bei den Evangelikalen ja auch gerne hochhält). Mir fällt z.B. auf, dass in den Evangelien sehr oft von Armut die Rede ist: „Wenn Du vollkommen sein willst, geh, verkauf Deinen Besitz und gib das Geld den Armen“ (Mt 19,21). Oder „Weh euch, wenn ihr reich seid, ihr habt keinen Trost zu erwarten (Lk 6,24) und diverse andere Stellen.

Nach meiner Beobachtung werden diese Stellen auch von Christen, die die Bibel sonst gerne wörtlich nehmen (etwa beim Thema Homosexualität), nicht wörtlich befolgt. Mich würde interessieren, wie man es rechtfertigen kann, dieselbe Bibel zu zwei verschiedenen Themen so unterschiedlich zu interpretieren: Wörtlich, wenn es Homosexualität geht, die aber mit einer Ausnahme nur im AT erwähnt wird. Eher symbolisch, wenn es um Themen geht, zu denen sich Jesus selbst geäußert hat (und die er gelebt hat). Auf eine Antwort von Ihnen wäre ich gespannt.“
Als ich schrieb, dass es irrelevant sei, darüber zu streiten, ‚wer angefangen hat‘ (also mit den Vorwürfen bzw. Vorverurteilungen), meinte ich damit nicht, dass es egal sei. Natürlich muss man für ein Schuldeingeständnis bereit sein, um die Fronten aufweichen zu können. Aber: 1) Ich für meinen Teil glaube nicht, den Anfang des Streits kirchengeschichtlich festmachen zu können. Deswegen kann ich eigentlich nicht wirklich helfen, die Antwort auf die Frage zu finden. 2) Außerdem meinte ich irrelevant für diese Diskussion. Also man kann bestimmte Sachverhalte ausdiskutieren, ohne die ‚wer hat angefangen-Frage‘ zuerst geklärt haben zu müssen. Ich für meinen Teil habe bestimmt keinen Streit über Homosexualität vom Zaun gebrochen. Es wurde von den Politikern hier in Siegen thematisiert.
Ich habe in den ganzen Jahren, in denen ich schon regelmäßig mehrmals wöchentlich predige, nur ein einziges Mal über Homosexualität als Thema gepredigt. Bei der Vers-für-Vers Lehre durch das Fünfbuch Mose kam die Sexualmoral natürlich auch das ein oder andere Mal vor. Aber ich predige ca. 90 verschiedene Predigten pro Jahr.  Sexualmoral ist in der Jugendarbeit schon ein wichtiges Thema – Homosexualität war es wie gesagt nur einmal. Und das, weil wir 2-3 homosexuelle Jungs in der Jugendgruppe hatten, und sowohl diese Jungs als auch die anderen in der Jugend fingen an, Fragen zu stellen. Insgesamt ist es in der evangelikalen Welt ein Randthema. Gerade die Homosexuellen selber sind aber dafür sensibilisiert. Deswegen wird es anders wahrgenommen.
Warum sagt Jesus nichts direktes im Bezug auf Homosexualität oder Familienwerte? Aus dem gleichen Grund, warum er nichts (direktes) im Bezug auf verschiedene andere Themen sagt. Er war ein jüdischer Rabbi. In manchen Punkten konfrontierte Jesus die verdrehten Lehren der Theologen seiner Zeit. Ansonsten wird sein Stillschweigen logischerweise als Zustimmung der bestehenden Moral (und dazu gehört auch die Sexualmoral und die Familienwerte) gewertet. Laut der Bergpredigt kam Jesus nicht, um das Gesetz und die Propheten abzuschaffen, sondern zu erfüllen.

Hinter deiner Frage bezüglich Armut/Reichtum steht der Vorwurf des selektiven Literalismus. D. h., man nimmt nur bestimmte Stellen der Bibel in der Auslegung wörtlich, andere nicht. Jeder, der sich mit der Bibel befasst, muss sich natürlich fragen, wie die Bibel verstanden werden soll. Hilfreich sind hier die Fragen nach der Textgattung oder des kulturellen Hintergrunds.  Bibelgelehrte sind sich nicht in Allem einig. Und deswegen muss sich letztendlich jeder selber die Frage stellen: lasse ich die Bibel etwas sagen, was sie eigentlich gar nicht sagt, weil mir die direkten Aussagen zu unbequem sind? Von daher ist deine Frage eine gute und wichtige Frage. Und manche Christen verstehen Jesu Worte im Bezug auf Armut auch wörtlich. Es ist eins der Gelübde vieler Mönchsorden.

Zu den von dir angeführten Stellen: in Matthäus 19 wird im Kontext eine Begegnung zwischen Jesus und dem sogenannten ‚reichen Jüngling‘. Der wollte wissen, was er machen musste, um das ewige Leben zu erlangen. In dem Gespräch mit Jesus wird deutlich, dass es nicht einfach darum geht ‚alles richtig zu machen‘. Es geht um die Frage, was in unserem Leben das Sagen hat. Im Beispiel des reichen Jünglings war es das Geld. Deswegen konfrontiert Jesus ihn in diesem Punkt. Leider war dieser Mann nicht bereit, sich von seinem Geld zu trennen. Es geht in dieser Geschichte nicht darum, Geld/Reichtum per se schlecht zu machen.

Hier der Kontext des von dir zitierten Verses aus Lukas 6:

„Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das Gleiche haben ihre Väter den Propheten getan.

Aber dagegen: Weh euch Reichen! Denn ihr habt euren Trost schon gehabt. Weh euch, die ihr jetzt satt seid! Denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht! Denn ihr werdet weinen und klagen. Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan.“

Die überspitzten Darstellungen sind ein rethorisches Mittel, um einen möglichst großen Kontrast zu erzeugen. Das ist keine Ausrede, sondern ein bekanntes Stilmittel der jüdischen Didaktik. Man findet es in der ganzen Bibel sehr häufig. Jesus will weder sagen, dass es geistlicher sei, arm, hungrig, traurig, gehasst, ausgestoßen, geschmäht und verworfen zu sein, noch, dass es ungeistlicher wäre, wenn man reich, satt, fröhlich und beliebt ist. Vielmehr geht es hier darum, darzustellen, dass Glück und Unglück nicht einfach an irdischen Dingen festzumachen sind. Tatsächlich ist es z. B. möglich, finanziell arm aber geistlich reich (bzw. umgekehrt) zu sein.

Auch wenn es manchmal so wahrgenommen wird, fallen die Entscheidungen darüber, wo die Bibel symbolisch spricht und wo nicht, nicht willkürlich. Und wenn es doch geschieht, ist es nicht in Ordnung. Beantwortet das deine Frage?

Wichtiges Statement

Sehr wichtig und weise von der Evangelischen Allianz, sich in diese Richtung durch ein Statement zu äußern. Link zu einem zusammenfassenden Bericht, entnommen aus dem pro-Medienmagazin.

Eine Frage der Ideologie

Im Sommer haben wir unseren Antrag auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe weggeschickt. Statt einer Antwort über den Ausgang der Sitzung lasen wir in der Westfälischen Rundschau, dass einige Personen in dieser Sitzung zu große Bedenken bezüglich unserer Ideologie hätten, und deswegen lieber eine Befragung durchführen wollen (siehe hier). Diese Befragung wird morgen stattfinden. Dabei soll ich in 5 Minuten die Jugendarbeit vorstellen, und dann evtl. Fragen beantworten.

Vor ein paar Tagen meldete sich dann jemand vom WDR Fernsehen, sie würden gerne einen Beitrag über uns als Gemeinde und über diesen Vorfall im Spezifischen machen. Ich lehnte unter Verweis auf negative Erfahrungen in der Vergangenheit (ein Beispiel) ab. Als ich aber um eine schriftliche Stellungnahme gebeten wurde, entschied ich mich dazu, mich auf diesem Wege dazu zu äußern. Konkret sah das so aus, dass ich zwei Fragen beantwortete. Hab mir gedacht, es könnte vielleicht ein paar Leute interessieren, was ich da so geschrieben habe…deswegen hier der Inhalt der eMail:

/Wie bewerten sie die ablehnende Haltung einiger Ausschussmitglieder zur
Anerkennung als Träger der Jugendhilfe?/

Meiner Meinung nach gibt es zwei mögliche Gründe für diese ablehnende
Haltung: entweder werden wir hier missverstanden. Das könnte daran
liegen, dass man sich nur oberflächlich und flüchtig mit unserem
Weltbild auseinandergesetzt hat, was man durch einen offenen Dialog
ändern könnte. Oder, und das ist die zweite Möglichkeit, man versteht
unsere Position sehr wohl, lehnt sie aber ab. In dem Fall geht es um
unterschiedliche Weltanschauung, um einen unterschiedlichen Glauben. Uns
auf dieser Grundlage als Träger der Jugendhilfe abzulehnen halte ich
politisch für nicht korrekt – immerhin verachten wir niemanden, sondern
versuchen, als Christen jedem in Liebe (und das heißt auch auf
Augenhöhe) zu begegnen. Dass wir an einen Gott glauben, der uns aus
Liebe nicht nur einen richtigen, sondern den für uns guten Weg aufzeigt,
darf nicht Grundlage für eine abwertende Andersbehandlung von Seiten der
Politiker werden!

/Kritiker werfen ihnen vor, in einigen Fragen, wie zum Beispiel der
Homosexualität, fundamentalistische Positionen zu vertreten. Können sie
diese Kritik verstehen?/

Wie gesagt: ich kann nachvollziehen, dass jemand, der nur einen
flüchtigen Blick auf uns wirft, uns in diese Schublade steckt. Aber für
eine konstruktive Zusammenarbeit sind diese Vorurteile natürlich ein
echtes Hindernis. Meines Wissens nach führt sich der Begriff
‚Fundamentalismus‘ auf das Buch eines christlichen Autors (R. A. Torrey)
zurück, welches den Titel ‚The Fundamentals of Christian Doctrine‘ (Die
Grundlagen der christlichen Lehre) trug. In diesem Sinne wollen wir
unseren Wurzeln treu bleiben. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass
wir die klassischen, christlichen Glaubensbekenntnisse tatsächlich
glauben. Natürlich gibt es – vor Allem in Amerika – einen evangelikalen
Fundamentalismus, von dem wir uns allerdings deutlich distanzieren. Uns
trotzdem mit diesen Gruppen in Verbindung zu bringen mag medienwirksam
sein, aber es geht weit an der Realität vorbei. Wir sind biblizistisch
(„theologische Auffassung und Methode, die alle Glaubensinhalte
ausschließlich der Bibel entnimmt und Dogmatik wie Ethik allein in
Gestalt harmonisierender Reproduktion biblischer Gedanken anerkennt“;
Evangelisches Kirchenlexikon), aber nicht fundamentalistisch – da zu
differenzieren, würde schon sehr helfen.

Für mich scheint es, als hätte der jüdische Professor Joseph Weiler
Recht, wenn er sagt, dass er momentan in Europa eine ‚Christophobie‘
beobachtet. Unwissenheit bewirkt Furcht, und diese Furcht bewirkt
Ablehnung. Um Ablehnung zu beseitigen, muss man die Furcht nehmen, und
um die Furcht vor dem Unbekannten zu nehmen, muss man sich mit den
grundlegenden Standpunkten des christlichen Glaubens bekannt machen,
sich informieren. Vielleicht ist die Ursache dieser ganzen Problematik
ja einfach, dass für die Menschen in Deutschland die Bibel zu einem Buch
mit sieben Siegeln geworden ist.

Natürlich glaube ich nicht, dass jeder, der unseren Glauben versteht,
ihn auch übernimmt (obwohl dies meiner Ansicht nach häufiger passieren könnte).
Jeder, der eine starke Position vertritt, wird leidenschaftliche
Gegner haben. Aber: jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung –
solange damit keine Mitmenschen diskriminiert oder in ihren Freiheiten
eingeschränkt werden. Das gilt dann allerdings für beide Seiten!