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Call me a mad dog.

…from John Wesleys „The Question, „What Is an Arminian?“ Answered by a Lover of Free Grace“:

1. To say, „This man is an Arminian,“ has the same effect on many hearers, as to say, „This is a mad dog.“ It puts them into a fright at once: They run away from him with all speed and diligence; and will hardly stop, unless it be to throw a stone at the dreadful and mischievous animal.

2. The more unintelligible the word is, the better it answers the purpose. Those on whom it is fixed know not what to do: Not understanding what it means, they cannot tell what defence to make, or how to clear themselves from the charge. And it is not easy to remove the prejudice which others have imbibed, who know no more of it, than that it is „something very bad,“ if not „all that is bad!“

3. To clear the meaning, therefore, of this ambiguous term, may be of use to many: To those who so freely pin this name upon others, that they may not say what they do not understand; to those that hear them, that they may be no longer abused by men saying they know not what; and to those upon whom the name is fixed, that they may know how to answer for themselves.

(…)

11. Away, then, with all ambiguity! Away with all expressions which only puzzle the cause! Let honest men speak out, and not play with hard words which they do not understand. And how can any man know what Arminius held, who has never read one page of his writings? Let no man bawl against Arminians, till he knows what the term means; and then he will know that Arminians and Calvinists are just upon a level. And Arminians have as much right to be angry at Calvinists, as Calvinists have to be angry at Arminians. John Calvin was a pious, learned, sensible man; and so was James Harmens. Many Calvinists are pious, learned, sensible men; and so are many Arminians. Only the former hold absolute predestination; the latter, conditional.

12. One word more: Is it not the duty of every Arminian Preacher, First, never, in public or in private, to use the word Calvinist as a term of reproach; seeing it is neither better nor worse than calling names? — a practice no more consistent with good sense or good manners, than it is with Christianity. Secondly. To do all that in him lies to prevent his hearers from doing it, by showing them the sin and folly of it? And is it not equally the duty of every Calvinist Preacher, First, never in public or in private, in preaching or in conversation, to use the word Arminian as a term of reproach? Secondly. To do all that in him lies to prevent his hearers from doing it, by showing them the sin and folly thereof; and that the more earnestly and diligently, if they have been accustomed so to do? perhaps encouraged therein by his own example!

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The Wesleys and Ecumenical Spirit

Quote about the ecumenical spirit of the Wesleys:

„The Wesleys were able to hold together a „Protestant“ understanding of salvation (justification by grace through faith) and a „Roman Catholic“ vision of the Christian life that is oriented more toward holy living or perfection in love (sanctification). While the Protestant traditions have always tended to emphasize faith as the means to salvation, the Catholic heritage has stressed love as the goal of life in Christ. The Wesleys wanted to hold this means and this end together. To become a loving person, you must put your trust in Christ (faith is the means to love’s end). But faith in Christ is not the goal; to become loving, as Christ is loving, is the purpose of your discipleship (love is the end toward which you move from faith’s foundation). Some have claimed that this vision of the Christian life is what makes the Wesleyan tradition unique in the history of the church.

Along these same lines, Albert Outler, one of the greatest students of John Wesley, once described him as an „evangelical-chatholic“. While pessimistic about humanity in its brokenness (Protestant evangelicalism), Wesley was supremely optimistic about the potency of God’s grace (Roman Catholicism). What holds these two perspectives together is the Wesleyan conception of God’s grace as relationship. Always initiated from God’s side, the process of salvation is reconceived as a relational process, the purpose of which is healing and the restoration of wholeness in our lives. Not only did Wesley bridge the gap between evangelical and Catholic; he also opened up the possibility of dialogue with the Eastern Orthodox tradition, which views salvation essentially as the restoration of God’s image in our lives and communities.“ (Paul Wesley Chilcote; Recapturing the vision of the Wesleys)

Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft

Besonders in Amerika tobt der Kampf zwischen Kreationisten und Evolutionisten. Ich finde es wichtig, dass wir als Christen hier in Deutschland mit diesem Thema etwas anders umgehen. Versöhnlichere Töne und eine differenzierte, intelligente Haltung würden helfen, unnötige Barrieren für das Evangelium abzubauen. Der englische Theologe und Molekularbiologe Alister McGrath schreibt:

„Wir [Christen] brauchen eine geduldige, großherzige und gnädige Betrachtung dieser großen Themen.“

Die Frage ‚Woher komme ich?‘ bzw. ‚Woher kommt das Universum?‘ ist – nicht nur wissenschaftlich, sondern auch philosophisch – eine der großen Fragen der Menschheit. Die möglichen Antworten darauf kommen aus zwei Bereichen: der Naturwissenschaften und der Religion/des Glaubens.

Die Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaften beantworten die Frage nach dem Ursprung des Universums generell gesprochen mit der Urknalltheorie. Theorien sind dazu da, Abläufe und Vorgänge in der Natur erklären zu können (die Erdanziehungskraft ist z. B. auch eine Theorie). Diese Art von Antwort ist natürlich eher ‚technisch‘, Begründer der Urknalltheorie war ein französischer Theologe, Priester und Physiker.

„Der Urknall bezeichnet keine „Explosion“ in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität.“ (wikipedia.de) Das heißt, unser Universum (und mit ihm die drei Komponenten Materie, Raum und Zeit) hat einen bestimmten, nicht definierbaren, nicht erforschbaren Anfangspunkt. Man kommt zu dieser Annahme, weil sich das Universum ausdehnt und abkühlt.

„Allerdings bleibt in diesem Modell offen, was vor dem Urknall war und wodurch er verursacht wurde. Zeit, Raum und Materie sind jedoch gemäß der Urknalltheorie erst mit dem Urknall entstanden. Dadurch wird der Frage nach dem „davor“ die Grundlage entzogen, denn einen Raum, in dem etwas hätte stattfinden können, gab es vor dem Urknall (per Definition) nicht. Hinzu kommt, dass ein Zeitpunkt vor dem Urknall rein physikalisch auch nicht definierbar ist.“ (wikipedia.de) Ob das Universum unendlich ist oder nicht – damit können sich Astrophysiker und Relativitätstheoretiker rumschlagen…

Das Leben entstand laut dieser Theorie durch chemische Verbindungen/Reaktionen und entwickelte sich dann durch Mutation/Anpassung weiter. Schlüssel zum Verständnis dieser Abläufe ist Darwins Evolutionstheorie: „(1) Die Lebewesen produzieren viel mehr Nachkommen als die Natur ernähren kann. (2) Zwischen den Nachkommen gibt es kleine vererbbare Unterschiede. (3) Manche Unterschiede verbessern die Überlebenschancen, andere verschlechtern sie. (4) Von den Nachkommen mit verbesserten Eigenschaften überleben mehr als von den anderen (’natural selection’). (5) Dadurch entstehen allmählich neue Arten.“ (Kommentar von Peter Dörfler auf http://dasmagazin.ch/index.php/was-darwin-wirklich-meinte/)

Die Religion. Uns geht es ja darum, welche Inhalte für den christlichen Glauben zentral/grundlegend sind. Deswegen befassen wir uns mit dem, was die Bibel zu dem Thema sagt. Wie ihr wahrscheinlich wisst, beginnt die Bibel mit einer Schöpfungsgeschichte. Woher kommt das Universum? „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde…“ Der Gott der Bibel erschuf das Universum aus dem Nichts: „Durch den Glauben verstehen wir, dass die Welt auf Gottes Befehl hin entstand und dass alles, was wir jetzt sehen, aus dem entstanden ist, was man nicht sieht.“ (Hebräer 11,3; NL) D. h., das für uns sichtbare und erforschbare Universum hat seinen Ursprung in einer geistlichen, unsichtbaren Realität – in Gott selbst.

Die Schöpfunggeschichte ist genau genommen ein sogenannter Schöpfungsmythos. Wenn wir ‚Mythos‘ hören, denken wir einfach nur an eine erfundene Geschichte. Aber ‚Schöpfungsmythos‘ ist eine Textgattung. „Ein Mythos ist eine antike, prämoderne, vorwissenschaftliche Möglichkeit, Fragen nach dem ersten Anfängen und deren Bedeutung in Form von Geschichten zu beantworten.“ (Peter Enns) Seit Anbeginn der Menschheit, auf jedem Kontinent und in einem Großteil der alten Religionen findet sich ein Schöpfungsmythos. Christen glauben, dass dieser jüdische Schöpfungsmythos von Gott inspiriert ist, d. h. Gott will uns durch diese Geschichte etwas über den Anfang aller Dinge offenbaren.

Damit geht die Fragerei allerdings erst los. Und es geht hier nicht um die Autorität der Bibel als Gottes inspiriertes Wort. Es geht darum, wie dieses inspirierte Wort Gottes interpretiert werden soll. Wie will die Bibel verstanden werden? Und da gibt es verschiedene Sichtweisen:

Kreationismus: biblischer Schöpfungsmythos wird als wissenschaftlicher Bericht und der Schöpfungsglaube als wissenschaftliche Sichtweise verstanden. Dabei muss man unterteilen:

Junge Erde: Schöpfung in sechs Tagen, alles so erschaffen, wie es heute ist (wörtliches Bibelverständnis, fundamentalistisch) – wird von der Wissenschaft als unseriös abgetan. Der Glaube an eine 6000-10.000 Jahre alte Erde geht auf die Berechnungen eines irischen Erzbischofs zurück (James Ussher, Mitte 17. Jahrhundert). Laut seinem Bibelverständnis schuf Gott die Erde am Abend des 22. Oktober, 4004 v. Chr. – errechnet aus den Stammbäumen der Bibel.

Alte Erde: sechs Tage symbolisch für längere Zeiträume; Gap-Theory; Erde alt, Gott schuf in sechs Tagen den Lebensraum für Mensch und Tier, so wie den Menschen

„Intelligent Design“: Kreationismus wird in Amerika als Intelligent Design ‚verkauft‘. ID hat den Ansatz, dass man aus der Naturwissenschaft auf einen Schöpfer schließen muss. Man nimmt also nicht die Theologie (z. B. die Bibel) als Ausgangspunkt, sondern wissenschaftliche Beobachtungen. Gott wird nicht als eigentliche Ursache, sondern als wissenschaftliche Erklärung gelehrt. Problematisch: zu sagen, ‚Gott hat das Universum geschaffen‘ kann keine wissenschaftliche Aussage sein. Denn die Wissenschaft befasst sich mit dem Begründbaren, in Versuchen Nachprüfbaren. Auch wenn Religion und Wissenschaft voneinander lernen können, sind sie doch nicht das Selbe (Glaube ist keine Wissenschaft – Wissenschaft ist kein Glaube).

Theistische Evolution: Glaube an Gott als Schöpfer als Ausgangspunkt; aber: Gott schuf durch Evolution, d. h., er gebrauchte die natürliche Auslese, um die verschiedenen Arten entstehen zu lassen. (Beispiel: die BioLogos Foundation)

Wie schon gesagt: diese verschiedenen Sichtweisen existieren unter Christen, welche an die Inspiration der Bibel glauben. Die große Frage ist: Wie versteht die Bibel? Die Bibel ist im christlichen Glauben die inspirierte Offenbarung Gottes. Sie ist sehr vielfältig und enthält sehr viele unterschiedliche Textarten und Stilmittel. Dazu gehört z. B. auch Poesie. Deswegen ist es schwierig zu sagen, dass man die Bibel immer wörtlich verstehen/interpretieren muss. Die Bibel ist nicht als wissenschaftliches Buch geschrieben. Sie ist in erster Linie ein theologisches Buch. (Beispiel: Jesu Aussage in Matthäus 13,31-32; Senfkorn kleinster Same)

Der Glaube an einen Junge-Erde-Kreationismus wie er heute bei Evangelikalen Christen so weit verbreitet ist, ist eigentlich erst seit 50 Jahren so populär. Vorher hatten viele fromme Christen weniger ein Problem damit, dass die Erde auch so alt sein könnte, wie die Wissenschaft es sagt (ca. 14 Milliarden Jahre). Darwins Evolutionstheorie hat deswegen die Christen gar nicht so in ihren Grundfesten erschüttert, wie man vielleicht meinen würde.

Dass diese Form des Kreationismus so viele eifrige Verfechter hat – diese Sichtweise wird als einzige Option für einen konservativen, bibeltreuen Christen dargestellt – liegt vielleicht einfach an den zwei Lagern, die sich innerhalb der letzten 100 Jahre in einem theologischen Streit gebildet und gefestigt haben: liberal und fundamentalistisch/konservativ. Es wird von beiden Seiten viel polarisiert, d.h., man tut so, als könnte man nur das eine oder das andere sein. Als würden sich beide Seiten immer gegenseitig ausschließen.

Aber: Tatsache ist, dass der Junge-Erde-Kreationismus nicht die einzige Option für einen bibelgläubigen und bibeltreuen Christen ist. Für uns vielleicht überraschend, haben viele der ganz großen Theologen das auch verstanden:

„Ich frage mich, welcher intelligente Mensch die Vorstellung für vernünftig hält, dass der erste, zweite und dritte Tag, an dem es schon Morgen und Abend gab, ohne Sonne, Mond und Sterne existiert haben sollen? Ja, am ersten Tag gab es noch nicht mal einen Himmel! […] Ich denke nicht, dass irgendjemand bezweifelt, dass es sich hier um bildliche Ausdrücke handelt, die durch eine Ähnlichkeit in der Geschichte bestimmte Geheimnisse andeuten.“ (Origenes; Kirchenvater, Theologe, 185-254 n. Chr.)

„Vielleicht spricht die Heilige Schrift wie üblich innerhalb der Begrenzungen der menschlichen Sprache, und wendet sich an Menschen mit eingeschränktem Wissen. […] Der Bericht des inspirierten Autors bringt das Thema auf für Kinder verständliche Art herab.“ (Augustinus; Kirchenvater, Theologe, Philosoph, 354-430 n. Chr.)

„Der inspirierte Schreiber dieser Geschichte [1. Mose] … [schrieb] zuerst für die Juden. Da er die Schriften für eine Gemeinde anpasste, die sich noch im Säuglingsstadium befand, beschreibt er die Dinge gemäß ihrer äußerlichen, wahrnehmbaren Erscheinungen, damit wir – durch weitere Entdeckungen durch das göttliche Licht – dahin geleitet werden, die Geheimnisse zu verstehen, die sich darunter verborgen halten.“ (John Wesley; Prediger, Theologe, 18. Jahrhundert)

Ich glaube, dass es beim Schöpfungsglauben vor Allem um den Glauben an Gott als Ursache und Ursprung aller Dinge, aller Wesen und allen Lebens geht. Er entschied sich dazu, alles zu erschaffen, was existiert. Das ist bei diesem Thema der zentrale Punkt.

Was der Schöpfungsbericht uns lehrt:

Das Universum ist eine Schöpfung Gottes. Alle Ordnung, alle Lebenskreisläufe und alle Vielfalt haben ihren Ursprung in Gott. Seine Schöpfung ist Ausdruck seiner Ordnung (kosmos), seiner Kreativität, Schönheit und Größe. Er ist ein Künstler, Ingenieur und Dirigent.

Die Reihenfolge im Schöpfungsbericht zeigt uns, dass der Mensch im Zentrum von Gottes Schöpfung steht. Die Umwelt ist wichtig. Pflanzen sind wichtig. Tiere sind wichtig. Aber der Mensch ist wichtiger. Er ist allein im Ebenbild Gottes geschaffen – als Person mit Willen, Emotionen und Verstand.

Gottes ursprünglicher Plan ist eine Harmonie zwischen dem Menschen und seiner Umwelt und zwischen Mann und Frau.

Der Mensch hat die Aufgabe, dass zu tun, was er als einziger tun kann: die Verantwortung für diesen Planeten tragen.

Was der Schöpfungsbericht uns predigt:

Mit allem, was wir über Gott durch Offenbarung wissen, kommt auch eine entsprechende Verantwortung.

„Doch vom Himmel her wird Gottes Zorn sichtbar über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit ablehnen. Dabei wissen sie von Gott; Gott selbst hat ihnen diese Erkenntnis gegeben. Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben. Obwohl sie von Gott wussten, wollten sie ihn nicht als Gott verehren oder ihm danken. Stattdessen fingen sie an, sich unsinnige Vorstellungen von Gott zu machen, und ihr Verstand verfinsterte sich und wurde verwirrt. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden dabei zu Narren. Statt den herrlichen, ewigen Gott anzubeten, beteten sie Götzenbilder an, die vergängliche Menschen darstellten, oder Vögel, Tiere und Schlangen. (Römer 1,18-23; NL)

Für Paulus war es logisch, dass ein materielles Universum einen immateriellen Ursprung in einem persönlichen, unsichtbaren, ewigen Schöpfergott haben muss. Dieses Wissen hat jeder Mensch von Natur aus mitbekommen, es ist intuitiv. Und weil ich das weiß, müsste mir auch bewusst sein, dass es nicht nur unlogisch, sondern falsch ist, etwas Erschaffenes anzubeten anstatt den Schöpfer.

Letztendlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder bete ich Gott, den Schöpfer an, oder irgendetwas Erschaffenes. Das nennt man Götzendienst, und dafür gibt es – wegen der Schöpfung – keine Entschuldigung.

Nur die Anbetung des ewigen, unsichtbaren, allmächtigen Vaters aller Dinge macht wirklich Sinn. Das predigt uns die Schöpfung.

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