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Expelled

Gestern Abend habe ich mir Ben Stein’s Doku „Expelled – no intelligence allowed“ angesehen. Der jüdische Comedian zeichnet durch diesen Film ein beunruhigendes Bild: „Lehrer und Wissenschaftler werden verspottet, nicht angestellt oder sogar gefeuert – nur weil sie glauben, dass es einen Beweis für ‚Design‘ in der Natur geben könnte.“ (Text DVD Hülle) Laut seinen Recherchen wird Gottesglaube kategorisch als Möglichkeit einer wissenschaftlichen Erklärung nicht nur abgelehnt, sondern diskriminiert.

Natürlich wurde der Film von Kritikern ganz schön zerlegt. Tatsächlich gab man sich die Mühe, auf einer Webseite nicht nur eine Gegendarstellung, sondern eine Gegenaktion zu schaffen. Der ganze Film wird als schlecht verpackte, schlecht recherchierte Intelligent Design Propaganda abgetan. Natürlich ist der Film einseitig. Natürlich wird ein bestimmtes Bild geschaffen, um die Botschaft zu transportieren, die rübergebracht werden soll. Aber regen wir uns nicht immer nur dann über einseitige Berichterstattung auf, wenn sie sich irgendwie gegen uns richtet, bzw. unseren Standpunkt schwach darstellt? Und so heulen wir abwechselnd über die Ungerechtigkeit der Medien. Richtiger wäre es für uns als Christen, wenn wir ‚mit den Trauernden trauern‘ und uns generell gegen Einseitigkeit und Verallgemeinerungen in den Medien aussprechen.

Über die wissenschaftliche Seite kann ich nichts sagen. Auch nicht über die tatsächliche Situation im Academia der Vereinigten Staaten. Von der Bibel her würde ich sagen, dass Gott den Glauben an ihn bewusst nicht zu einer Frage der Intelligenz gemacht hat. Sonst wären alle dummen Leute Atheisten und alle schlauen Leute gläubig. Außerdem widerspricht es dem Evangeliumsgedanken, dass es nichts in uns gibt, was eine Erleuchtung wahrscheinlicher machen, und uns damit dem Himmel näher bringen könnte.

Doch nochmal zum Inhalt:

Selbst wenn der ID-Glaube momentan noch (in der akademischen Welt) eine Minderheitenmeinung ist, rechtfertigt das nicht den Rauswurf von Wissenschaftlern oder den Ausschluss aus Lehranstalten. In Zeiten der political correctness sollte man besonders darauf achten, dass Minderheiten nicht diskriminiert werden. Dass in den Kritiken und Kommentaren zu dem Film nicht klar gegen diese skandalösen Rauswürfe Stellung bezogen wird, beunruhigt mich sehr und ist auch nicht zu entschuldigen. Selbst wenn es nur eine Handvoll solcher Fälle gibt: wehret den Anfängen!

Zum Verhältnis zwischen Darwin und Hitler: auch hier halte ich beide Extreme für falsch. Auf der einen Seite kann man Hitlers Rassenwahnsinn nicht einfach auf den Darwinismus schieben und diesen als Hauptursache darstellen. Aber gleichzeitig muss es erlaubt sein, die möglichen Gefahren im Ge- oder Missbrauch (und das ist der eigentliche Streitpunkt) der darwinistischen Lehre aufzeigen zu dürfen. Halten gläubige Menschen in der westlichen Welt das nicht fast täglich aus? Religion an sich muss andauernd als Sündenbock herhalten – richtig, Herr Dawkins?

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Gewalt in der Bibel

Diese Predigt war eine Vorbereitung für das Studium durch das Buch Josua in unserer Jugendgruppe. Ich halte das Thema für sehr wichtig und relevant…

Das Buch Josua berichtet von der Landnahme Israels unter der Führung ihres neuen Oberhauptes Josua, und gilt als ein Paradebeispiel für das, was Kritiker als eins der größten Probleme darstellen, dass sie nicht bloß mit der Bibel, sondern mit dem judeo-christlichen Glauben haben. Aber nicht nur Kritiker, sondern auch aufrichtige und denkende Christen haben dieses Problem.

Das Problem klingt folgendermaßen: Die Bibel ist ein gewaltverherrlichendes Buch. Der Gott der Bibel ist gewalttätig und brutal. Und an so einen Gott aus so einem Buch zu glauben ist im besten Falle mittelalterlich, im schlimmsten Falle saugefährlich. Auf jedem Fall widerspricht es allem, was wir im Bezug auf Krieg, Gewalt und einen Gott der Liebe eigentlich denken und fühlen.

Und mit dem Vorwurf „Die Bibel ist ein gewaltverherrlichendes Buch“ treffen sie voll den Nerv der momentanen Situation. Weil alle sind sich einig, dass momentan der religiöse Terrorismus eine der größten Gefahren für die Menschen darstellt. 41 Prozent der Deutschen haben Angst vor Terrorismus, 31 Prozent vor Krieg mit deutscher Beteiligung. (Studie von 2008) Viele atheistische Kritiker haben durch den islamistischen Terror ordentlich Wind in die Segel bekommen, und nutzen die Gelegenheit, um auf alle Religionen (vor allem die monotheistischen, weil da angeblich das meiste Gewaltpotential steckt) draufzuhauen.

Deswegen werden z. B. die beiden im Jemen getöteten Krankenschwestern mit islamistischen Selbstmordattentätern in einen Topf geworfen – sind ja alles fundamentalistische Märtyrer, die sich für ihren Gott opfern…

Deswegen findet der (selber fundamentalistische) Atheist Dawkins mit seinem ‚Gotteswahn‘ Gehör, wo er z. B. über den ‚Gott des Alten Testaments‘ schreibt: „Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt der gesamten Dichtung: eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Kontroll-Freak; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, kinds- und völkermörderischer, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ Seiner Meinung nach muss sich jeder denkende, aufgeklärte Mensch, der das dritte und vierte Buch Mose gelesen hat, deutlich davon distanzieren.

Religionen, Frömmigkeit und Glaube werden von den Medien oft kleingemacht und geächtet. Vielleicht sind euch die Dokumentationen oder Beiträge im Internet bekannt, in denen auch vor christlichem Fundamentalismus gewarnt wird. Bevor wir uns aber angegriffen oder verfolgt fühlen, müssen wir uns folgendes vor Augen führen:

Die Meinung der Medienmacher ist nicht repräsentativ. Journalisten sind überdurchschnittlich konfessionslos. Der Referent Andreas Püttmann schreibt im christlichen Medienmagazin pro:

„Bedrohungen christlicher Freiheit gehen insofern heute meist nicht mehr vom Staat aus, sondern kommen aus der Gesellschaft. „Deutsche Bischöfe fürchten nicht den Bundeskanzler, sondern den Fernsehjournalisten“, brachte es der Staatsrechtler und Philosoph Josef Isensee auf den Punkt. In Umfragen hat sich diese Berufsgruppe auch als überdurchschnittlich ungläubig und kirchenfern gezeigt.“

Mit anderen Worten: was die Medien sagen deckt sich nicht eins zu eins mit dem, was das Volk wirklich denkt. (Auf der anderen Seite muss man natürlich zugeben, dass die Medienmacher gleichzeitig die Meinungsmacher und Stimmungsmacher im Land sind…)

Jemand hat mal gesagt: ‚Fundamentalisten sind immer die Anderen‘. Und das trifft auch hier zu. Die Leute, die unsere Weltanschauung als radikal, ideologisch, und intolerant beschimpfen, haben natürlich selber auch eine Weltanschauung. Zum Beispiel: „Gott gibt es nicht“ oder „Gott kann man nicht beweisen“ oder „Religion ist gefährlich“ oder „Es gibt keine absolute Wahrheit“. Aber das sind nichts Anderes als nicht wissenschaftlich beweisbare Glaubenssätze. Das ist ihr Glaube, den sie oft sehr fundamentalistisch und radikal vertreten.

Und drittens geht es bei den Medien ja vor Allem auch um Geld. Deswegen werden Ängste und Unsicherheiten vom Volk aufgegriffen und dann zum großen Thema gemacht. Das nennt man Populismus. Es kommt gut an, es verkauft sich gut.

Durch die Geschehnisse in der Welt und verstärkt durch die voreingenommenen Medienberichte sind die Menschen (besonders in der westlichen Welt) für das Thema ‚Religion und Gewalt‘ sensibilisiert. Das heißt sie achten mehr darauf, das Bewusstsein ist mehr da.

Wenn du, oder jemand, den du kennst, mit dem Thema ‚Gewalt in der Bibel‘ bzw. ‚Gewalt und Religion‘ ein Problem hat, dann können vielleicht folgende Überlegungen etwas weiterhelfen:

  1. Gewalt gibt es überall, wo es Menschen gibt

Gewalt gehört zur Geschichte der Menschen. Auch zu Gottes Geschichte mit den Menschen, wie sie z. B. in der Bibel berichtet wird. Deswegen sollte es uns erstmal nicht verwundern, dass die Bibel voller Gewalt ist – zeigt es uns doch, dass sich Gott mit den echten Problem befasst.

Natürlich ist Gewalt in Verbindung mit religiösen Überzeugungen gefährlich. Jeder, der glaubt, dass das Reich/die Herrschaft Gottes mit Gewalt durchgesetzt werden muss, ist eine potenzielle Gefahr für seine Mitmenschen. Aber gilt das Gleiche nicht auch im Bezug auf alle politischen Überzeugungen? Darf man irgendeine Staatsform (Demokratie, Diktatur, Kommunismus) mit Gewalt durchbringen? Wie viele nicht-religiöse Kriege hat es in den letzten 200 Jahren gegeben? Wie viele atheistische Grausamkeiten?

Hier ist die einfache Schlussfolgerung des katholischen Theologen Norbert Lohfink: „Gewalt zeigt sich überall, wo Menschen leben.“ Natürlich gibt es Ideologien, die den Einsatz von gewaltsamen Mitteln fordern oder begünstigen. Aber deswegen kann man nicht Ideologien/Überzeugungen/Religionen per se verantwortlich machen. Das Problem ist die Gewaltbereitschaft des Menschen, nicht seine Weltanschauung. Kritiker können nicht das Problem der Gewalt auf die Bibel schieben, und so tun, als würden sie mit der Abschaffung der Bibel und des Glaubens gleichzeitig die Gewalt abschaffen. Eine atheistischere Welt ist keine friedlichere Welt, das hat die Geschichte gezeigt.

Außerdem wurde auch oft genug die Religion mißbraucht, um Kriege anzuzetteln. In diesen Fällen darf nie die Religion an sich verantwortlich gemacht werden, sondern die entsprechenden Personen tragen eine doppelte Schuld!

„Wir können selbst im Fall einer grundsätzlichen Ablehnung der Gewalt niemals ausschließen, daß innerhalb des Judentums oder innerhalb des Christentums die Gewalt im Lauf der Geschichte neu emporgetaucht ist – bei Einzelnen, bei Gruppen, vielleicht bei allem, was in einer bestimmten Epoche öffentlich als Judentum oder Christentum auftritt. Sie ist es, und zwar mit geschichtlicher Wucht. Aber das muß dann von einer Buchreligion, die gegen die Gewalt ist, als Abfall vom eigenen Wesen beurteilt werden. Es ist Sünde, und Judentum wie Christentum kennen ja durchaus die Umkehr und die Rückkehr zum Ursprung. In einem solchen Falle kann man im Namen Gottes auftretende Gewalt nicht der Religion, sondern nur ihren schlechten Vertretern anlasten. (Norbert Lohfink)

Die Quelle der Gewalt ist laut Bibel der Mensch, nicht Gott/die Götter (1. Mose) => alle von Menschen erdachten Systeme (=> Herrschaft) basieren auf Gewalt, aber nicht das Reich Gottes!

2.  Gewalt ist ein notwendiges Übel

Weil es Menschen gibt, die Gewalt einsetzen, muss es auch eine staatliche, regulierende Gewalt geben. (Beispiel: Weil es pöbelnde, prügelnde Besoffene gibt, muss es Polizisten mit Schlagstöcken geben.)

Ist (geordnete, kontrollierte, staatliche) Gewalt in dieser gefallenen Welt notwendig? Die Antwort lautet leider Ja. „Um die Gewalt zu bändigen, ist leider Gewalt vonnöten.“ (Norbert Lohfink)

Und eigentlich glaubt auch jeder an dieses Prinzip. Deswegen ist es Heuchelei, wenn ich dann die Tatsache verurteile, dass z. B. Gottes Gebote mit entsprechender Strafe verbunden waren. Dazu gehört übrigens auch das sogenannte ‚Kriegsrecht‘. In einer Kriegssituation gibt es Ausnahmeregelungen. Manche Dinge, die während des Friedens wichtig waren, sind im Krieg vielleicht nicht mehr so wichtig. Andere Dinge, die während des Friedens keinen interessierten, müssen in einer Kriegssituation hart bestraft werden. Vieles von dem, was wir im AT sehen, fällt unter diese Kategorie ‚Kriegsrecht‘. In diesen Fällen waren die Gesetze gar nicht für den Normalfall gegeben.

‚Ja, aber‘ kann man an diesem Punkt vielleicht sagen, ‚mich stören trotzdem zwei Aspekte.‘

a) ‚Es gibt keine religiösen Verbrechen. Staat und Kirche müssen getrennt bleiben! Jede Vermischung ist gefährlich! Wir wollen keinen Gottesstaat wie im Iran.‘ Das klingt natürlich sehr fortschrittlich. Aber eigentlich ist es Unsinn. Man kann vielleicht die Institutionen Staat und Kirche trennen – aber Glaube und Politik lassen sich nie trennen. Die Politik, die gemacht wird, basiert immer auf dem Glauben der Politiker! Für uns hier, in unserer Gesellschaft, ist das vielleicht nicht mehr so deutlich, aber es ist noch genauso wahr, wie es vor 3000 Jahren gewesen ist.

Beispiel: Vor ein paar Jahrzehnten noch haben die Politiker geglaubt, dass Homosexualität widernatürlich und dass wilde Ehen zu verurteilen sind. Heute glauben Politiker (weil wissenschaftlich ist es nicht eindeutig), dass Homosexualität nur eine weitere akzeptable Form der persönlichen Sexualität ist. Früher wurde homosexueller Geschlechtsverkehr bestraft, heute verstößt man gegen das Antidiskriminierungsgesetz, wenn man sich gegen Homosexualität ausspricht.

b) ‚Die Bestrafungen waren unverhältnismäßig hart. Da wurden zum Beispiel Kinder gesteinigt, weil sie ihren Eltern gegenüber rebellisch waren oder Leute wurden für Götzendienst mit dem Schwert erschlagen.‘ Auf diesen Einwand würde ich zwei Dinge entgegnen: erstens muss man die Möglichkeit stehen lassen, dass es vielleicht genau andersrum ist. Vielleicht waren die Bestrafungen damals ja gar nicht unverhältnismäßig hart, sondern unsere Bestrafungen sind unverhältnismäßig weich. Wer legt das fest? Woran macht man das fest? Hängt nicht auch das wieder von meinem persönlichen Glauben ab? Von meinem Menschenbild? Zweitens: selbst wenn es damals wirklich sehr heftig war – es war eben damals. Der Bibelkommentator Alexander MacLaren schrieb als Anmerkung zu dem Gottesgericht aus 2. Mose 32:

„Wir müssen uns nicht weiter mit der fürchterlichen Vergeltung befassen, die nicht als Massaker, sondern als Gesetzesausführung gesehen werden muss. Es ist unsinnig, die Überzeugungen dieses christlichen Jahrhunderts auf diese Geschichte, oder ähnliche Begebenheiten, anzuwenden. Wir brauchen uns nicht davor zu fürchten, zuzugeben, dass die Moralität weiterentwickelt hat. Harte Zeiten brauchen harte Strafen.“ (MacLaren)

Diese Aussage führt uns zum dritten Punkt:

3.  Fortschreitende Offenbarung

Jeder, der die Bibel mal gelesen hat, wird es bemerkt haben: Gott offenbarte sich und seinen Willen für die Menschen stückchenweise, Schritt für Schritt. Sein Heilsplan reifte heran und entfaltete sich dann langsam – wie eine Blüte (Knospe=>Blüte). Es gibt eine offensichtliche Entwicklung im Verständnis (Erleuchtung), fortschreitende Offenbarung in und durch die Menschheitsgeschichte. Die Bibel ist eben nicht – wie der Koran – an einem Punkt fertig vom Himmel gefallen, sondern wurde im Laufe eines sehr großen Zeitraums verfasst. Zu dieser Entwicklung gehört nicht nur ein besseres, vollständigeres Verständnis von Gottes Plan und seinem Herz für die Menschen, sondern damit zusammenhängend auch das, was wir ‚einen zivilisierteren Umgang miteinander‘ bezeichnen würden.

Man kann deswegen nicht auf die gottesstaatliche Gewalt im Volk Israel zeigen und sagen: ‚Siehst du, da steht es – das will Gott so, so ist Gott.‘ Was wir (besonders im AT) berichtet sehen, ist einer der notwendigen Schritte auf dem Weg. Man sieht in der Bibel wo dieser Weg beginnt, wie er verläuft, und auch wohin er führt.

Wohin führt der Weg Gottes mit den Menschen, wie er in der Bibel aufgezeichnet ist? Zum Frieden. Friede zwischen den Menschen und ihrem Gott, und Frieden untereinander. Das sieht man in Gottes Plan für die Gemeinde als friedvolle, friedensstiftende Gegengesellschaft. Und das sieht man natürlich besonders an Jesus selbst.

Der Opfertod Jesu am Kreuz zeigt, dass es ein Problem gab, das gewaltsam gelöst werden musste – das Problem der Sünde, dem Grund für die Gewalt in der Welt. Gleichzeitig zeigt das Kreuz uns den Weg Jesu: Dass es besser ist, auch gewalttätiges Unrecht zu erleiden, als selber durch Gewalt zu herrschen. Der christliche Glaube hat oft Frieden gestiftet, Schwache befähigt, gegen gewalttätige Regimes aufzustehen und Unterdrückten und Verfolgten mit Würde und aufrecht zu leiden oder zu sterben.

Question: is the Christian religion a failed religion?

I am reading Brian McLarens book „everything must change“ now. To find out his opinion on what needs to change in the church. Also to not be dependent on somebody else’s opinion on this book. As he writes in the first chapter: „…you can Google my name and find websites and blogs from fundamentalist groups who consider me the son of Satan or on the wrong side of both the „culture war“ and „truth war“.

Now I personally wonder, why he doesn’t clearly give his standpoint on the „hot-button issues“ as he calls them (My guess is that this shows his frustration, that there are more important questions that are not being asked.) . In my eyes, there would be more evangelical Christians listening to him, if he would just – at least in a short sentence – put these things straight. Now a friend of mine had the chance to talk to Brian personally recently. So if you might have wondered: he did say that homosexuality is a sinful lifestyle and that salvation comes alone through faith in the propitiary death of Christ on the cross (he said that literally). Maybe that helps some people to listen in on his message to the church.

I think that he got too popular to pass off what he says on the basis of some well-intentioned criticism. Because maybe, after all, he has something to say that we might benefit from…so what is this book about?

To sum it up, the book deals with two questions. One: what are the world’s biggest problems, and two: how would (or does) Jesus adress these problems, or which solution does he give for them. These are good questions to ask, and they haven’t been asked enough among evangelical Christians. Can one be a Christian, and not care about issues as poverty and social injustice? Doesn’t God show – especially in the OT – that he does care about it? Do we (the church) then have a responsibility towards these things? Or is our mission confined to the spiritual realm?  Before anyone judges Brian Mclaren for asking these questions, I would be very interested to hear some of their answers!

In  this category, I want to just quote some of the things from „everything must change“ and comment on it. I don’t want to do deep analysis, but pick some things that might be of interest. After all, my desire is to promote thinking, learning and growing for myself and all who will read it.

In part 1, chapter 5, MacLaren writes: „More and more reflective Christian leaders are beginning to realize that for the millions of young adults who dropped out of their churches in the late twentieth and early twenty-first centuries, the Christian religion appears to be a failed religion. And for a reason not unlike the one expressed by the young healthcare worker from Khayelitsha: it has specialized in dealing with „spiritual needs“ to the exlusion of physical and social needs. [comment: That statement would be hard to prove/disprove. Is that really the reason why many young people leave the church? I doubt it – especially here in Germany.] It has specialized in people’s destination in the afterlife but has failed to adress significant social injustices in this life. It has focused on „me“ and „my soul“ and „my spiritual life“ and „my eternal destiny“, but it has failed to address the dominant societal and global realities of their lifetime: systemic injustice, systemic poverty, systemic ecological crisis, systemic dysfunctions of many kinds.“

Some statements: First, I agree that it would be wrong to disconnect the spiritual from the physical and social. Biblical Christianity does definitely know nothing of that kind of mindset. Second, the point that it is not only about ’spiritual‘ things, but that it is about ‚me and myself‘ is a very good one. Maybe someone has asked you this question before: if someone desires to be saved from sin, death and hell to a blessed life with God and eternal bliss in heaven – is that not very selfish? So the observation is very good. Someone said that one of the principles that young converts need to be taught is: „nothing that is selfish is Christian“. And it is true – the Jesus of the Bible will bring us salvation from selfishness and set us free to seek the welfare of others more than our own. The constant focus on self – even it is spiritual needs – is wrong and sinful.

As long as a Christian, or a church, just focuses on himself/itself, he is in a state of spiritual immaturity as were the Corinthian Christians, who were in need of Paul’s exhortation to seek the benefit of others, which is the essence of true love.

Thirdly, is he right when he says that the church failed to address the issues mentioned above? I disagree! The Bible emphasizes the spiritual realm (man’s relationship with God) as the basis of the physical realm (man’s relationship with man). So when I adress a spiritual issue in someones life, I am addressing his physical life as well. His spirituality is supposed to touch every area of his life. So all evangelizing and all teaching and disciple-making that equipped people to be faithful spouses, honest politicians, fair employers has been successful in dealing with systematic injustice etc. Because any evil system will be attacked through the Gospel message which will in turn destroy that system as individuals who make up that system and keep it running let the spiritual message penetrage their hearts.

Question: Is uncertainty spiritual?

I read something else which I feel balances what I wrote before. It is from P. T. Forsyth’s book „The person and place of Jesus Christ“, Lecture 1: Lay Religion.

„The root of all theology is real religion; of all Christian theology, and even apologetic, it is Christian religion, it is saving faith in Jesus Christ. It is justifying faith, in the sense of faith in a forgiving God through the cross of Jesus Christ. But this religion cannot be stated without theology. If theology can be shewn to be irrelevant to a living and evangelical faith, then the Chruch can afford to treat it with some indifference, and to leave its pursuit, lie philosophy, to the Universities. But the Christian religion is theological or nothing. We are but vaguely and partially right in saying that Christ is the Gospel. Years ago to say that was the needful word; but it is now outgrown and inadequate.“

A question I ask myself at this point: Is it enough to say that Christ is the Gospel at this point in time? In my culture? The first edition of this book came out in 1909.

„The Gospel is a certain interpretation of Christ which is given in the New Testament, a mystic interpretation of a historic fact. It is the loving, redeeming grace of a holy God in Christ and His salvation alone. Theology, it is true, does not deal with thoughts but with facts. That is the great note of modern theology. But the Christian fact is not an historic fact or figure simply; it is a superhistoric fact living on in the new experience which it creates. The fact on which Christian theology works is the Christ of faith and not of history only, of inspiration and not of mere record, of experience and not of memory. It is the Christ of the Church’s saving, justifying faith.

A Christianity without such faith is not Christianity. Spiritual sensibility is not Christianity, nor is any degree of refined unction. A spirituality without positive, and even dogmatic, content is not Christianity; no are gropings when stated as dogmas; nor is a faith in the broad general truths of religion. Christian faith must surely dogmatise about the goodness of God in Christ, at the least. A conversion which is but a wave of spiritual experience is not the passage from death to life. Religion can only be made more real by a deepened sense of the reality of the salvation. An access of religion which does not mean, first or last, a deeper repentance and more personal faith in Christ’s salvation may be sincere enough, and it is certainly better than worldliness and unconcern; but it is not believing unto life. It is not New Testament Christianity. And, tender as we should be to it as a stage, we must be very explicit when it is offered as a goal. Gentle as we may be to it as a search, we must be quite plain with those who proclaim it as the great finds.“

A clear warning and call to only accept uncertainty about who Christ is and what he’s done for us as a stage but never as a goal. That would fly in the face of all who are trying now to promote even uncertainty about Christ’s nature as a higher form of spirituality. It is not. Even though the disciples started out that way, Christ was constantly teaching them and revealing himself to them – all his revelations centered on himself as a person.

I understand that this teaching might be a reaction to the over-emphasize on the new birth as a „at-one-certain-point-experience“. Now while of course a birth by itself is a one-time-event and not a process, there is a whole process leading up to that point (pregnancy) and another process starting at that point (growth).

So is uncertainty spiritual? No. But if this uncertainty leads you to seek, knock, and ask, it can be helpful in leading to a deeper understanding, a deeper trust and a closer walk with Jesus. There is some things which we can never know in an intellectual sense. But that doesn’t mean that we should look up to a state of ignorance as something noble. Blessed are those who don’t see (intellectually), but yet believe.

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